Bier des Monats April 2018:
Domi Spezial

"Dominator" ist seit 50 Jahren das Heimatbier der Freunde der thüringischen Vereinsbrauerei Apolda. 50 Jahre Bestand am Markt, und das in unverändert sehr guter und hoher Qualität machen das kräftig volle Bier zu einem wahren Klassiker unter den Apoldaer Bierspezialitäten.

Als Pilsbier hat es im Vergleich zu anderen Bieren gleicher Gattung einen starken Auftritt: 12,3 % Stammwürze, wo andere meist unter 12 % bleiben und daraus resultierend 5,0 Volumenprozent Alkohol gegenüber 4,8 oder 4,9 Volumenprozent machen schon einen Unterschied. Hinzu kommen selbstverständlich die Malzart, Hopfensorten und -gaben, feinste Bierhefe und letztendlich das geschickte Händchen der Brauer.

Goldgelb und mit einer angenehm festen, schönporigen Schaumkrone präsentiert sich das „Domi“ im Glas.

Der Geruch ist sehr würzig und erinnert an Brotkruste, frisches Getreide, etwas Honig und Kräuter. Im Antrunk kommt eine leichte Bittere dazu, wobei sich eine feine Malzsüße anhängt. Die Harmonie von Hopfen und Malz zeigt sich als schwungvoller Tanz auf der Zunge. Die Trinktemperatur sollte 8 - 9° Celsius betragen. Als Glasform empfiehlt sich eine Tulpe oder ein kleiner Pokal.

Vereinsbrauerei Apolda GmbH
Tradition seit 1440

Apolda, die Glockengießerstadt im Nordosten Thüringens, blickt auf eine fast 900-jährige Geschichte zurück. Dominante des Stadtbildes im 12. Jahrhundert war die weithin sichtbare Burg, die ebenso wie die Stadt seit dem Jahre 1123 durch landesherrliche Verleihung und Gerichtsbarkeit im Besitz der Familie von Vitzthum war. Im sogenannten "Roten Buch" aus dem Jahre 1440 findet das Bierbrauen bereits Erwähnung. Laut Erbzinsbuch von 1548 besaß der Burgherr das einzige Brauhaus in Apolda. "Niemand anders darf in Apolda ein Brauhaus halte, ausgeschlossen der von Vitzthum. Darauf gibt ein Jeder, der da braut, zween Scheffel Malz Apoldaer Maß und sechs Groschen Braugeld."

Es ist historisch belegt, dass die "Vereinsbrauerei" die wohlgeordnete Nachfolgerin der braugewerblichen Rechte des Schlossgutes und der Stadt Apolda von mindestens dem Jahre 1440 an geworden ist. Durch den Erlass einer besonderen Brauordnung im Jahr 1649 erreichten die Vorstädter eine größere Berechtigung, da sie von da an mit den Innenstädtern gemeinsam um das Brauen losen durften.

Ein erneutes Privileg vom 14. Februar 1710 erlaubte den Vorstädtern soviel Bier zu brauen wie die Innenstädter und der Rat zu Apolda wurde verpflichtet, "sowohl von den In- als von den Vorstädtern und zwar wechselweise das Bier in den Ratskeller zu nehmen." Von dieser Zeit an vereinigten sich zunächst die brauenden Innenstädter zu einer Gesellschaft, die Vorstädter folgten diesem Beispiel wenig später ebenfalls zu einer Braukommune. Beide Gesellschaften entwickelten sich bis zum 1. Oktober 1887 parallel und firmierten bis dahin unter den Namen "Städtische Braugesellschaft zu Apolda, Karl Kürschner & Co." und "Brauerei Gebr. Bohring". Die Umsätze waren im Jahr 1887 annähernd gleich. Am 1.Oktober 1887 erfolgte im Handelsregister die Vereinigung beider Brauereien zur "Vereinsbrauerei Apolda AG".

1904 erreicht das Unternehmen als AG mit 43.200 hl Fass- und Flaschenware seinen höchsten Bierausstoß. 1948 wird auf Anweisung der sowjetischen Militäradministration am 1. Juli das Unternehmen in Volkseigentum überführt. Ein Jahr später, im Gründungsjahr der DDR, werden 16.910 hl Bier und 7.000 hl alkoholfreie Getränke produziert. 1968 beginnt die Herstellung des "Apoldaer-Dominator-Spezial".

1977-83: Das hohe qualitative Niveau des "Dominator" berechtigt die Vereinsbrauerei zum Export von Flaschenware in die Länder Bulgarien, später Rumänien und Ungarn. 1986 erhält das "Dominator-Export" die Goldmedaille. 1990: Anlässlich des Apoldaer Zwiebelmarktes findet nun alljährlich der "Große Bockbier-Anstich" im Festzelt der Vereinsbrauerei statt, hier geben sich Gerstensaft, Blasmusik und Gemütlichkeit ein zünftiges Stelldichein. Am 31. Mai 1991 erfolgt die Privatisierung des Unternehmens.

1998 erreichen die Apoldaer mit einem Bierausstoß von 94.000 hl fast wieder das Jahres-Spitzenniveau aus DDR-Zeiten.

Heute

Die Gründe für den bestehenden Erfolg der Brauerei sieht der Geschäftsführer in zwei Bereichen: Man habe sich sowohl im Marketing als auch in der Qualität der Produkte verbessert. Ganz allgemein sei eine Verbraucher-Tendenz zurück zu den Produkten aus der eigenen Region festzustellen. Projahn: "Es gibt eine deutliche Rückkehr zur Regionalität." Ein großes Plus der Apoldaer Bierspezialitäten sind der regionale Ursprung ihrer Rohstoffe: Der Hopfen stammt aus dem Saaleland, die Hefe aus einer eigenen Hefezuchtanlage im Betrieb.

Das Angebot der Apoldaer Bierspezialitäten ist ausgesprochen vielseitig. Gemein ist allen Sorten, dass nicht nur einheimischer Hopfen aus der Elbe-Saale-Region, sondern auch ausgewählte Malze aus thüringischer Sommergerste verwendet werden. So verschieden wie die Geschmäcker sind auch die Anlässe, zu denen ein kühles Bier getrunken wird.

Weitere Bierspezialitäten von Vereinsbrauerei Apolda GmbH

Tafelbier

Das Apoldaer Tafelbier nach historischen Rezepturen der zwanziger Jahre mild gehopft eingebraut - ein goldfarbener Trunk mit malziger Note.

Premium Pils

Die Verwendung eines edlen Aromahopfens aus dem Thüringer Hopfenanbaugebiet gibt diesem Pils eine ausgeprägte, charaktervolle Hopfennote. Unser Premium macht seinem Namen durch seine außergewöhnliche Frische alle Ehre und ist ein wahrer Genuss.

Festbock

Der kraftvolle Geschmack wird – begleitet von einer dezent abgestimmten Hopfenbittere - durch ein ausgewogenes Maß an Restsüße abgerundet.

Tradition

Der vollmundige Geschmack und die rötlich dunkel schimmernde Farbe werden durch die Verwendung ausgewählter Spezialmalze erreicht. Das naturbelassene „Tradition“ zeichnet sich auch durch schonende Filtrationsverfahren sowie einen feinporigen, caramelfarbenen Schaum aus.

Glocken Hell

Ein Bier der Meisterklasse! Ein typisches Thüringer Helles, welches maßvoll in Hopfung und Alkoholgehalt als ideales Getränk zur deftigen Thüringer Rostbratwurst passt.

Diamant Extra Pils

Die Herstellung unseres Apoldaer Diamant Extrapils verleiht durch eine sehr hohe Vergärung eine besonders milde, trockene Note.

Glockenpils

Beste einheimische Rohstoffe und edelste Braukunst verleihen dem Apoldaer Glockenpils seine typische Frische mit fein gehopftem Geschmack. Der Bierliebhaber mit ausgeprägtem, feinem Geschmack schätzt besonders die dezente Bittere an diesem Pils.

Der Superior Taste Award vom International Taste and Quality Institute in Brüssel ist der „Michelin-Führer für Lebensmittel“. Wir haben zum Test unser Produkt Apoldaer Glockenpils eingereicht und mit 3 Sternen die höchste Qualitätsstufe bei der Preisverleihung zum dritten Mal bekommen.

Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Abonnieren Sie einfach unseren Newsletter.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie die Webiste weiter besuchen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.